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Für die
Architekturreise ist nicht nur die bloße Inspiration oder gar
die unreflektierte Übernahme von Belang. Vielmehr öffnet sie dem
Architekten die Augen, wie auf spezifische Eigenschaften eines
Milieus auch spezifische Antworten erfolgen müssen.
Wo-Anders-Sehen wird zum In-Sich-Hineinschauen." Boris Podrecca
1998 ging konstruktiv das erste Mal auf Architek-Tour -
mittlerweile sind die Leserreisen zu einer geschätzten
Einrichtung geworden, und der sprunghafte Anstieg der Nachfrage
sowie die zufriedenen Reaktionen der Reiseteilnehmer sind
Bestätigung und Motivation, die Aktivitäten in diesem Bereich
weiter zu forcieren. Der Erfahrungsaustausch innerhalb der
Gruppe, der Besuch diverser Architekturbüros sowie Diskussionen
mit Kollegen vor Ort machen aus der Architekturbetrachtung ein
spannendes Ereignis. Dafür, dass solche Begegnungen ermöglicht
werden, setzt sich Frau Grün ein.
Oberstes Ziel der konstruktiv-Leserreisen ist es, einen Dialog
mit Fachleuten vor Ort - Architekten, Bauherren, Bauleitern,
Firmen, Technikern, politischen Verantwortungsträgern -
herzustellen. Die Führungen werden nicht von einer einzelnen
Person durchgeführt, sondern das Programm setzt sich aus eine
Fülle von Terminen, Einzelpräsentationen und Vorträgen zusammen,
die das Architekturgeschehen der bereisten Destination aus den
unterschiedlichsten Perspektiven beleuchten. Nur so ist es
möglich, einseitige Information zu vermeiden und den
Exkursions-Teilnehmern die Gelegenheit zu geben, sich aus dem
Besichtigten ihr eigenes Bild zu formen. Der Besuch bekannter
Architekturbüros trägt weiter dazu bei, dass auch die
Zusammenhänge und die Entstehungsgeschichten rund um die
besichtigten Gebäude nachvollzogen werden können. In zahlreichen
Büros konnten wir bereits einen Blick hinter die Kulissen
erhaschen: Sir Norman Foster, Sir Richard Rogers, Prof. Will
Alsop, Nicholas Grimshaw, Ron Arad, Ove Arup, Morphosis, Eric
Owen Moss, Mark Mack, Peter Eisenman, Raimund Abraham, KPF, Pei/Cobb/Freed,
Helmut Dietrich/Much Untertrifaller ... um nur einige zu nennen.
Das Thema Architektur und Reisen bildet ein wichtiges Statement,
um den kreativen Prozeß zu fördern und kontinuierlich neue
Orientierungsmerkmale auch außerhalb des gewohnten Umfeldes zu
suchen. Internationale Architektur sehen und erleben ist
essentiell für eine stetiges Fortschreiten des eigenen
Ausdrucks. Der britischen Schriftsteller G. K. Chesterton
stellte fest: Es ist nicht Ziel des Reisens, den Fuß in ein
fremdes Land zu stellen; Ziel ist es vielmehr, den Fuß so ins
eigene Land zu stellen als ob es ein fremdes Land wäre. In der
Architektur bedeutet dies dem Vertrauten entfliehen, Standpunkte
hinterfragen und Perspektiven ins eigene Umfeld transformieren.
Woher schon bekommen Architekten ihre Ideen, wenn nicht
großteils - eben von Architekten. Spitzeln ist nicht verboten,
sondern - solange es sich nicht um unreflektiertes Übernehmen
handelt - sogar sehr zu empfehlen. Ein reines Durchblättern von
Zeitschriften kann das Architektur-Erlebnis vor Ort in keinem
Fall ersetzen. Architektur ist Raum und Raum ist nur durch die
Bewegung erfassbar. Der Architekt muss sich bewegen, zu den
Bauten, um die Bauten, durch die Bauten.
Das ist nicht immer ganz einfach. Obwohl die Zahl der guten
Architektur-Führer in den letzten Jahren stark zugenommen hat,
ist es für den Individualreisenden nach wie vor sehr
zeitaufwendig, Adressen herauszufinden bzw. sich Zugang zu den
Gebäuden zu verschaffen. Eine organisierte Exkursion öffnet
viele Türen und Informationsquellen, wobei vor allem die interne
Diskussion das Erlebnis der Betrachtung zusätzlich bereichert.
Weitere
Informationen zu unseren Exkursionen erhalten Sie bei
Frau Gudrun Grün
Telefon +43 (0)1 505 58 07 - 50
Fax: +43/(0)1/ 503 44 00
e-mail: administration@daskonstruktiv.at |